
Das Programm des afrikanischen Theaters 2013 ist online. // 12. - 22. Juni //
Der Kartenvorverkauf läuft!
am 02.06.2013 um 20:00 Uhr
Love Letters
von A. R. Gurney
von Roland Schimmelpfennig
[ 06.06 ] - [ 07.06 ] - [ 08.06 ]
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Premiere: 14. April 2012
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2012 und den Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater 2012!
Kai Hufnagel, Manuel Moser und Rebecca Madita Hundt waren beim Kölner Theaterpreis als beste Darsteller 2012 nominiert.
Rebecca Madita Hundt war Gewinnerin des Kölner Darstellerpreises 2012!
Inszenierung Rüdiger Pape
Bühne Flavia Schwedler
Kostüme Regina Rösing
Dramaturgie Sarah Youssef
Mit Eva Horstmann, Kai Hufnagel, Manuel Moser, Rebecca Madita Hundt, Till Brinkmann
Eine Koproduktion von „GbR Der Goldene Drache“ und Theater im Bauturm
Im Mittelpunkt steht das China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der goldene Drache“. Hier wird in der winzigen Küche zwischen zischenden Gaskochern einem jungen Chinesen ohne Aufenthaltsgenehmigung ein furchtbar schmerzender Schneidezahn mit einer Rohrzange gezogen. Und dieser Zahn gelangt auf dem Weg über die Thai-Suppe, in der er aus Versehen landete, in den Mund einer Stewardess, Stammkundin im Schnellrestaurant, welches die Anwohner der Umgebung mit seinen asiatischen Schnellgerichten auch to go zu versorgen weiß.
Und dann erzählt jemand von der hungrigen Grille, die im Winter zum Opfer der geschäftstüchtigen Ameise wird; die den ganzen dunklen Winter von den anderen Ameisen missbraucht wird, ohne zu merken, dass längst Frühling ist. Und schmerzhaft vertraut erscheint das Schicksal der kleinen Asiatin, die beim Verlassen ihres dunklen Zimmerchens dem betrunkenen Kumpel des Lebensmittelhändlers in die Arme läuft, der doch nur mal ein bisschen von ihrer Fremdheit kosten wollte. Leider etwas unachtsam; so was Zartes geht halt schnell kaputt. Und als der junge Chinese nach der Rohrzangenoperation verblutet, wickelt man ihn in einen großen Drachenteppich und wirft ihn in den Fluss. Von dort schwimmt er endlich wieder nach Hause, nach China, leider tot und leider ohne die Schwester, die zu finden, das erklärte Ziel seiner Reise war.
Roland Schimmelpfennig
betrachtet die Verhältnisse im und um den Goldenen Drachen aus den verschiedensten Perspektiven. Jedes Verhaltensmuster bekommt durch einen Kunstgriff andere Färbungen, denn die Männer sollen hier von den Frauen, die Frauen von den Männern, die Jungen von den Alten und die Alten von den Jungen gespielt werden. Das Ergebnis ist poetisch, brutal, rätselhaft und berührend.




