Daniel Cremer

Daniel Cremer, 1983 in Mönchengladbach geboren, ist Autor, Regisseur, Performancekünstler. Cremer arbeitet seit 2003 im deutschsprachigen Theater, seit 2006 zumeist als Regisseur selbstgeschriebener und gemeinschaftlich erdachter Stücke, aber auch von Opern und soziokulturellen Projekten, zunächst am Schauspiel Köln, wo er als Regieassistent angestellt war, später u.a. am Theater Heidelberg, zuletzt am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf, HAU Berlin und dem Studio des Maxim Gorki Theaters. Als Dramaturg arbeitete er unter anderem mit René Pollesch an der Volksbühne im Prater und als Regiemitarbeiter für den Opernregisseur Benedikt von Peter. Daniels Arbeit als Soloperformer sucht seit 2010 nach Möglichkeiten, scheinbar alltägliche Situationen und Formen des sozialen Austauschs herauszufordern, zu verfremden und von ihrem belastenden Inhalt zu befreien. Er bedient sich dabei Mitteln wie Simulation, Re-enactment, Travestie und besonders dem Verflüssigen und Verzerren von Sprache. Unter dem Label Talking Straight hat er bereits Coachings, Konferenzen, Seminare, Theaterfestivals, religiöse Rituale, eine Parade zum Christopher Street Day, Lehrbücher und Stadt- und Museumsführungen zerlegt, in gebrochenem Englisch, falschem Deutsch und Fremdsprache, einer von ihm entwickelten Geheimsprache. Dies unter anderem beim Dockville Kunstcamp Hamburg, in der Berlinischen Galerie, dem Theater Bremen und, neben vielen anderen, kleineren Galerieräumen, in der nGbK und im Kunstraum Basso in Berlin-Kreuzberg. Ebenso zeigte er Performances an der TU Berlin und der Viadrina Universität in Frankfurt (Oder). Als Autor wird er vom Verlag der Autoren vertreten.