Thomas Franke

wurde 1954 in Köthen, im heutigen Sachsen-Anhalt geboren. Er studierte von 1975 bis 1980 an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle freie Malerei sowie freie Grafik, woran sich 1980 das Studium der darstellenden Kunst (Schauspiel) in Berlin und Moskau anschloss. Mitte der 1990er Jahre erlangte er Medienruhm aufgrund seines heute noch gespielten Monologs Das Modell, ein Theaterstück für jeweils nur einen Zuschauer nach H. P. Lovecrafts Erzählung Pickmans Modell. Die Inszenierung lief inzwischen mit mehr als 800 Aufführungen in Bonn, Köln und vielen anderen Städten Deutschlands. 2000 erhielt Franke als erster deutscher Theaterschauspieler auf dem „International Fringe Festival“ in New York den „Fringe Overall Award for the Best Male Performance“ für den Monolog Störwerk – Monolog für einen Shakespearekönig unter einer Nebenwirkung. Neben seinen Bühnenrollen trat er in zahllosen Film- und Fernsehproduktionen auf, spricht für verschiedene Radiosender Deutschlands in Hörspielen und Features und liest Hörbücher ein. Als Grafiker gestaltete er zwischen 1979 und 1983 die „Phantastische Bibliothek“ des Suhrkamp Verlages mit Buch-Titelvignetten, wofür er 1980 und 1981 mit dem „Kurd-Laßwitz-Preis für phantastische Grafik“ ausgezeichnet wurde. Für die Jahre 2006 und 2012 bekam er diesen Preis erneut zugesprochen; auch für die bildkünstlerische Arbeit für viele andere Verlage der Welt. Seine skurrile, manchmal krude Fantasie sicherte ihm über Jahrzehnte einen künstlerischen Ruf als schillernder Außenseiter und Kunst-Experimentator.