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Lachen verleitet bekanntlich dazu, etwas nicht ganz ernst zu nehmen. Das ist die Tragödie der Komödie.
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Inszenierung Klaus Prangenberg
Ausstattung Ivan Ceporan, Regina Rösing
Regieassistenz Madelaine Reiner
Mit Emily Nora Brede, Christian Ingomar, Sebastian Schlemmer, Beate Maria Schwarzbauer, Jochen Stern
Eine Koproduktion von „GbR Holzers Peepshow“ und Theater im Bauturm
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2008!
Das Haus der Familie Holzer liegt unweit einer Pinkelstation in den Alpen. Nach erfolgter Erleichterung geht der Homo touristicus schnell wieder seiner eigentlichen Tätigkeit nach. Er fotografiert. Auch gerne in die Fenster des Bauernhauses. Also beschließen die 5 Holzers (Opa, Vater, Mutter, Sohn und Tochter), den Fremden das idyllische Landleben auf dem Bauernhof vorzuführen– bei Geldeinwurf geht der Vorhang auf und gibt denBlick in die gute Stube frei. Dumm nur, dass in dieser Idylle längst der Wurm drin ist.
Dumpfheit und Sprachlosigkeit bestimmen den Alltag auf der Alm. Der zahlende Zuschauer will aber natürlich die heile Welt des Florian Silbereisen Universums, glauben die überforderten Holzer. Also greift man auf ein Bauernstück zurück. So können die Besucher draußen beobachten, wie sie immer wieder Knödel essen und - obwohl es tiefster Winter ist - über die Heuernte reden. Und Hans jr. macht seiner Schwester Anna immer wieder einen Heiratsantrag. Der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Also steigern die Holzers sich: Es wird eine rührende Heidi-Episode einstudiert, die sogar per Tonband in verschiedenen Sprachen zum Besten gegeben werden kann.
„Theater ist für mich Übersetzung von Wirklichkeit; die Komödie ist eine extreme Übersetzung von Wirklichkeit. Grundsätzlich geht es in meinen Stücken um die banale Frage der Identität.“ (Markus Köbeli)
Markus Köbeli bearbeitete das Stück für das Casino Winterthur neu und inszenierte es auch. Das Schweizer Fernsehen hat Holzers Peepshow im Oktober 2004 aufgezeichnet.
Markus Köbeli wurde am 20. Januar 1956 in Bern geboren. Nach einem abgebrochenen Studium und einem einjährigen Asienaufenthalt begann er 1982, Beiträge für das Radio zu verfassen. Es folgten kabarettistische Hörspiele, diverse Kurzgeschichten und der erste Roman Ich und Ich. 1987 schrieb Köbeli Zimmer frei, sein erstes Theaterstück. Zwei Jahre später entstand Holzers Peepshow, sein bislang erfolgreichstes Bühnenwerk.
Pressestimmen:
"Imponierend an dieser Inszenierung ist ihr solides komödiantisches Handwerk. Prangenberg führt seine Schauspieler gut, und die agieren mit einem perfekten Timing; man spürt, dass ihnen die Sache Spaß macht. Ein kleiner Seitenhieb aufs "voyeuristische" Theaterpublikum fehlt nicht: Wir bekommen das Erwartete geboten - freilich so, dass es zunehmend bizarre Züge annimmt."
Kölnische Rundschau
Spieldauer:
2 Stunden inkl. Pause
Aus unserem Gästebuch im Theaterfoyer:
Tolle Wendy! Lo hat mir gefallen.
am 09.12.2009
Österreich mal ganz anders – hervorragend, unübertrefflich, einzigartig.
am 08.06.2009
Super, super, super! Ein toller Abend” Großes Lob!
Theresa am 26.03.2009
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