Ausstattung Petra Moser
Mit Gerhardt Haag, Carl-Ludwig Weinknecht
Tasso ? ein Pausenclown der Macht?

Tasso lebt als Dichter am Hof von Ferrara: Im Schatten der Macht gedeiht seine Kunst bis zu dem Lorbeerkranz, den ihm die Prinzessin an einem strahlenden Frühlingstag aufsetzt. Tassos Glück wird durch die Rückkehr Antonios, Staatssekretär des Herzogs, jäh beendet. Ein Konflikt ist unausweichlich: hier ein Tatenmensch im diplomatischen Dienst, kunstfern und zweckrational, dort einer von jenen, die sich (wie Goethe es formuliert hat) um ihrer Kunst Willen ‚nicht zu fassen wissen’. Jeder ist die lebende Provokation des anderen.
„Tasso“ zeigt den Antagonismus zwischen dem Künstler und dem Sachwalter der Macht, den Goethe in seiner eigenen Person auszutragen hatte. Tasso darf sagen, was er leidet – aber tun „was gefällt“, bleibt ihm versagt.
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