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Die Tragödie der Antigone

von Sophokles / Fassung Axel Siefer
Premiere am Premiere 01.04.2006 
Repertoire
  "KUNST"
  Am Hang
  Bandscheibenvorfall
  Das Produkt
  Der Kontrabaß
  Die Hände meiner Mutter
  Don Karlos - Infant von Spanien
  Draußen vor der Tür
  Glaube, Liebe, Hoffnung
  Holzers Peepshow
  Ich bin der Mann von Lolo
  Kaspar Häuser Meer
  Ladies Night (Ganz oder gar nicht)
  Love Letters
  Mutters Courage
  NippleJesus
  Salome
  Sinn
  Werther
  Wir sind die Sintflut


Inszenierung Axel Siefer

Kostüm: Susanne Kemna

Mit Gerhardt Haag, Regina Welz

' Auch und gerade hierzulande könnte Antigone soweit kommen, dass sie ihr Empfinden für das, was gerecht ist, gestützt auf überlieferte Überzeugungen von Philosophie, Christentum und der freiheitlich demokratischen Grundordnung, durch einen Akt des Widerstandes, der auch das eigene Leben nicht schont, verwirklichen will.'

Für den Regisseur Axel Siefer ist „Antigone“ ein hochbrisanter politischer Stoff um das Thema Widerstand und Zivilcourage. Antigones „Ungehorsam“ liegt in der Tradition, in ihrem Empfinden begründet – sie muss ihren Bruder, schuldig oder nicht, der als Staatsfeind in der Bruderschlacht um Theben fiel, beerdigen.

Aber wie stellt sich die Position der Gegenseite dar, die des Rechts und der Staatsmacht, die Antigones Onkel Kreon vertritt? Er gab den Befehl aus, Antigones Bruder Polyneikes, den Angreifer der Stadt, auf dem Schlachtfeld liegen zu lassen.

Was für Antigone losgelöst von der Schuldfrage ihre heilige Pflicht und unbedingte Notwendigkeit zur Vollendung des Lebens und zum Eintritt in den Tod ist, wird für ihren Onkel Kreon zur Machtdemonstration: Antigone muss sterben, weil sie sich dem geltenden Gesetz widersetzt. Als Kreon die Folgen seiner Rechtsprechung ahnt, ist es bereits zu spät.

Tut Kreon nicht alles Erdenkliche, gegen seine familiären Gefühle und Bande, um den Staat nicht ins Chaos zu stürzen, ihn vor Anarchie zu bewahren? Tut nicht auch er, was er für das Beste hält?


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