Podiumsdiskussion

CARTA-SALON #4: 50 Jahre 1968. War da was?

CARTA-SALON: 50 Jahre 1968. War da was?

Über Mythos und Wirklichkeit der 68er Bewegung, zeitgenössisches 68er Bashing und die Frage, gegen welche „Autoritäten“ es sich heute zu revoltieren lohnt.

Kaum ein anderes Jahr ist im kollektiven Gedächtnis Deutschlands mit so viel Bedeutung ausgestattet wie 1968: Studentenproteste, gesellschaftlicher Wertewandel, frischer Wind gegen die verkrusteten Strukturen und Kampf gegen die Spuren des Nazi-Regimes im öffentlichen Leben. Doch auch der kritische Blick auf die Bewegung ist in den letzten Jahren verschärft worden: Der Vorwurf eines repressiven Frauenbilds und der Missachtung vorangegangener Befreiungsversuche in den 50er und 60er Jahren haben am Image der 68er gekratzt. Im CARTA-Salon soll es daher darum gehen, wie ein faires Bild gegenüber den 68ern und ihren Verdiensten aussehen kann: Welchen Anteil haben sie selbst an ihrer eigenen Mythologisierung? Sind sie längst Geschichte oder prägen sie auch weiterhin den Diskurs der Gegenwart? Und wie sah 1968 eigentlich am Rhein aus - ist dem alten Spottvers "Berlin brennt, Köln pennt" wirklich zu trauen?

Über diese und andere Fragen diskutieren:

Claus Leggewie, Migrations- und Demokratieforscher, Autor des im April 2018 erscheinenden Bandes 50 Jahre ‘68. Köln und seine Protestgeschichte | Ulrike Winkelmann, Redakteurin Deutschlandfunk, Abteilung Hintergrund | Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel, Autor von Adorno für Ruinenkinder – Eine Geschichte von 1968 | Moderation: Leonard Novy, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

EINTRITT FREI - Um telefonische Anmeldung unter 0221 - 524242 wird gebeten.