Michael Quast spielt Offenbach

DIE GROSSHERZOGIN VON GEROLSTEIN von Jacques Offenbach in einer Fassung von Michael Quast und Rainer Dachselt

Opéra bouffe von Jacques Offenbach

Textfassung von Michael Quast und Rainer Dachselt nach dem Libretto von Hector Crémieux & Ludovic Halévy

Mit Michael Quast und Rhodri Britton (Klavier)

In Frankfurt hat es längst Tradition: Nur begleitet von Rhodri Britton am Flügel liest, singt, tanzt und spielt Michael Quast Operetten von Jacques Offenbach als virtuoses Ein-Mann-Theater. Ganz in der Tradition von Karl Kraus lässt er auf diese Weise das subversive Potential von Offenbachs anarchischer Kunst jenseits von Can-Can und Krinolinenröcken hervortreten. Seit Jahren präsentiert Michael Quast diese Abende in ganz Deutschland, nur in Köln - der Heimatstadt Jacques Offenbachs - waren sie erst selten zu sehen. Dank der freundlichen Unterstützung der Imhoff-Stiftung werden im Laufe der Spielzeit 2017/18 am Bauturm daher alle fünf Offenbach-Operetten, die Michael Quast bereits seiner unnachahmlichen Bearbeitung unterzogen hat, zu sehen sein: Orpheus in der Unterwelt, Die schöne Helena, Pariser Leben, Die Großherzogin von Gerolstein und Blaubart.

Zur Abrundung der Gastspielreihe gibt es im Mai Offenbachs einzigartiges Anti-Kriegsstück: Nirgendwo sonst wird das militärische Protokoll so gnadenlos auf seine inhärente Albernheit durchleuchtet wie in der Großherzogin von Gerolstein. Die dem Zauber der Uniformen hoffnungslos verfallene, durch reine Willkür und im Interesse des erotischen Eigennutzes regierende Titelheldin zählt zu Offenbachs faszinierendsten Bühnenfiguren - und auch sonst sind in dieser späten Operette von 1867 noch einmal alle Merkmale von Offenbachs frivolem Theaterkosmos versammelt.

"Eigentlich müsste man Michael Quast einen Zauberer oder Illusionisten nennen. Denn wie der Schauspieler, Kabarettist, Sänger und Multikünstler allein und unverkleidet auf der – bis auf Tisch und Stuhl – kahlen Bühne dem Publikum suggeriert, es erlebe eine vollausgestattete Operette mit zig Solisten, Chor und Orchester, grenzt ans Unglaubliche."
FAZ 7.1.2010

Termine
05.05.2018, 20:00 Uhr