Repertoire

Die Hose von Carl Sternheim

Ab November 2017 wieder im Spielplan!

Theobald Maske ist zurück! Zuletzt vornehmlich als wilhelminische Kleinbürgerparodie in die Mottenkiste der deutschen Theatergeschichte verbannt, drängt es Sternheims Protagonist nun, da stramm rechte Demagogen überall in Europa wieder ein aufmerksames Publikum für ihre Angstvisionen finden, zurück auf die Bühne. Die Hose ist ein Lustspiel im wahrsten Wortsinne: Der Umstand, dass Luise Maske in aller Öffentlichkeit die Hose rutscht, bringt das ohnehin längst poröse Sittenkorsett ihrer Umgebung zum Bersten und überführt die Figuren, so viel Wagner und Nietzsche sie auch zitieren, als Geißeln ihrer unterdrückten Lüste. Nur Theobald Maske bleibt unerschüttert und weiß die Hysterie seiner Umgebung mit fataler Bauernschläue für sich zu nutzen...

Das Eröffnungsstück von Sternheims Zyklus Aus dem bürgerlichen Heldenleben, das bei seiner Münchner Erstaufführung 1911 für einen Skandal sorgte, beeindruckt durch die Zündung zwischen boulevardesker Situationskomik und expressionistischem Sprachfuror und zeigt, dass sich an den archetypischen Verrenkungen und Vorschubargumenten, die Menschen in Kauf nehmen, um nicht über ihre sexuellen Nöte sprechen zu müssen, innerhalb eines Jahrhunderts nur wenig geändert hat.

Eine Koproduktion der GbR "Die Hose" und des Theater im Bauturm

Premiere 10. September 2016

Dauer 2h - inkl. 20m Pause nach ca. 1h

Inszenierung
Kostüm
Bühnenbild
Matthias Demmer
Regieassistenz
Lynn Wellens
Bühnenbildbau
One Take Toni
Termine
15.02.2018, 20:00 Uhr
16.02.2018, 20:00 Uhr
17.02.2018, 20:00 Uhr