Premieren

Auch in der dritten Spielzeit des Leitungstrios Leky - Schlenkrich - Michaelsen spiegeln sich Köln und seine globalen Verbindungen wechselseitig ineinander. Als Auftakt wirft Susanne Schmelcher mit Falladas Kleiner Mann - was nun? einen Blick auf prekäre Arbeitsverhältnisse und ihre Auswirkungen auf die privaten Verhältnisse der Menschen, die in ihnen verfangen sind. Im Doppelabend Kongo!, der die Inszenierungen Kongo-Müller von Jan-Christoph Gockel und KoNGOland von Nina Gühlstorff verbindet, erforscht Laurenz Leky die Projektionen, die der von Deutschland ausgehenden Entwicklungshilfe in Afrika zugrunde liegen. Nur eine Woche später wird Tom Müller die Abschlussarbeit seines Regiestudiums an der Universität Mozarteum Salzburg am Bauturm zeigen: In Amazonas beschäftigt er sich mit Alfred Döblins visionärer Romantrilogie über die Geschichte des brasilianischen Regenwalds, in der bereits etliche Ideen des späteren Postkolonialismus anklingen. Mit Moby Dick setzt Kieran Joel dann seine in der Spielzeit 17/18 mit Don Quijote erfolgreich begonnene Auseinandersetzung mit überdimensionierten und nicht auf den ersten Blick bühnentauglichen literarischen Großprojekten fort. Zum Ausklang der Spielzeit schließlich richtet Sebastian Kreyer mit der Dramatisierung von Felix Rexhausens Roman Lavendelschwert das Objektiv wieder auf Köln und befragt die Stadt hin auf ihre Bedeutung als "schwul-lesbische Hauptstadt" der Nachkriegszeit.

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Hermann Melville
09
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Sa
Felix Rexhausen
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