Repertoire

Ukulele Jam - Ein Stück über Flucht, Liebe und Rock 'n' Roll von Alen Meskovic

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2016

Miki ist 14 und verbringt den lang ersehnten Sommer 1992 in einem Ferienlager an der kroatischen Küste, doch in Urlaub ist er nicht. Gemeinsam mit seiner bosnischen Familie befindet er sich auf der Flucht vor dem Krieg, in dem sein großer Bruder Neno verschwunden bleibt. Alen Meskovics autobiographischer Roman erzählt von einer Pubertät inmitten von Flucht und Vertreibung, vom Wunsch nach Ausschweifung und Genuss in einem vom Krieg gezeichneten Land. Mikis Kassetten mit Rockmusik der 90er Jahre werden vom Gebrauchsgegenstand zum Medium der Selbstbehauptung im Angesicht von Gewalt und Unterdrückung.


Als Beitrag zur Situation von Geflüchteten in Deutschland wirft Ukulele Jam den Blick zurück in die jüngere Geschichte und versucht aus der Distanz von zwei Jahrzehnten heraus einen Aspekt zu thematisieren, der in der akuten Notsituation oft außerhalb der Aufmerksamkeit liegt: Wie gehen Menschen mit den langfristigen Folgen einer Flucht um? Wie richten sie sich in der neuen Umgebung ein? Was lassen sie für immer zurück und was finden sie wieder? Die Dramatisierung des Romans von Alen Meskovic, dem „Salinger der Vertriebenen“, eröffnet aber auch noch eine andere Perspektive: Ist der unbedingte Wille zu Leben, Genuss und Unbeschwertheit durch den Krieg zu vernichten oder gehört er zu den unversehrbaren Grundkonstanten des Menschen?

"Riesenapplaus für einen genialen Solisten, der im wahrsten Sinne des Wortes abhebt und die Wände hochgeht." (Kölnische Rundschau)

"Wie Miki seinen ganz eigenen Sound findet, zwischen Pink Floyd, Dire Straits und seinen Rock-Heroen von Iron Maiden - all das spielt Baeck mit einem jugendlichen Fieber, das ansteckt und absolut authentisch erscheint." (Kölner Stadt-Anzeiger)

"Die - bis auf zwei Stühle - leere Bühne scheint zu klein für Baecks Energie und Spielfreude." (koeln-nachrichten.de)

"Dass Meskovic‘ Roman in Dorothea Schroeders Bearbeitung und Uraufführungs-Inszenierung nie zu einem der allseits bekannten Flüchtlings-Klischees ausufert, ist, neben der bravourösen Leistung seines Akteurs Jonas Baeck, einer der Pluspunkte der Inszenierung. Berechtigter Jubel im kleinen großen Haus für einen mitreißenden Theaterabend." (theaterpur.net)

Eine Koproduktion von Jonas Baeck, Dorothea Schroeder und Theater im Bauturm

Premiere 22. Oktober 2016


Schauspieler
Inszenierung
Video
German Arefjev
Regieassistenz
Maren Flintrop
Termine
26.03.2017, 18:00 Uhr
27.03.2017, 20:00 Uhr
15.04.2017, 20:00 Uhr
16.04.2017, 18:00 Uhr
22.05.2017, 20:00 Uhr
25.05.2017, 20:00 Uhr
11.06.2017, 18:00 Uhr
12.06.2017, 20:00 Uhr