Repertoire

Weihnachtsfeier. Ein Betriebsunfall von Bernd Schlenkrich, Laurenz Leky und René Michaelsen

Jedes Jahr im Dezember muss sie dringend noch in den ohnehin schon vollen Terminkalender eingeplant werden: die Betriebsweihnachtsfeier. Kaum eine Institution ist im deutschen Arbeitsleben derart stark verankert, ganz gleich ob im Finanzamt, beim Start Up-Unternehmen oder im Travestie-Lokal. Der hehre Wunsch, den Kolleginnen und Kollegen einmal jenseits der im Dienst gepflegten Hierarchien zu begegnen, offenbart in der konkreten Umsetzung jedoch oft genug allerlei unerwartete Schwierigkeiten.


Laurenz Leky, Bernd Schlenkrich und René Michaelsen laden zum beschaulichen Umtrunk im vertrauten Kreis der Kollegenschaft. Auf ihrer Weihnachtsfeier werden all jene Prototypen zu Gast sein, die bei jedem Firmenfest für mehr Beklemmung als Besinnlichkeit sorgen: der Chef, der eine unangenehme Rede hält, die mitgebrachte Gattin, die nichts anderes im Sinn hat als Flucht oder der sensible Kollege, der im privaten Gespräch jegliche professionelle Distanz vergisst und alle Schleusen öffnet. Sie alle stecken einen ganzen Abend lang in der Glühweinhitze des Aufenthaltsraums fest und können aus Höflichkeit nicht weg – und vergessen so, dass man mit kleinen Weihnachtswundern besser überall rechnen sollte…

 

Pressestimmen:

"Verkleidung und Pointen sitzen messerscharf. Weihnachtsfeier. Ein Betriebsunfall ist das ideale Ausflugsziel für einen Betriebsausflug (wenn es denn noch Karten gibt)."

(koeln-nachrichten.de)

"Zum Höhepunkt des Abends gerät allerdings Lekys Auftritt als türkischer Mitarbeiter, der als Außenstehender in hintersinniger Dialektik die Vor- und Nachteile des Weihnachtsfestes zwischen Konsumwahn und familiärer Nähe [...] pointiert auf den Punkt bringt."

(Kölner Stadt-Anzeiger)

"Trotz kritischer Untertöne ist die Weihnachtsfeier ein herrliches Stück, wo die beiden Theatermacher ihre komödiantische Ader und auch ihre Dialektsicherheit ausspielen können. Großer und langer, verdienter Applaus. Der Besuch wird dringend empfohlen, so es noch Karten gibt."

(theaterpur.net)

 

Premiere 26. November 2016

 

Inszenierung